Anleitung für das Drehpflügen

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Drehpflügen
Feldplan für das Drehpflügen
Jedem Pflüger wird ein Beet zugewiesen, dessen Größe sich nach der Anzahl der Schare des Pfluges richtet. Je Pflugschar sollen 1000 m² gepflügt werden. In der Regel ist ein Wettkampfbeet 100 m lang. Die Breite teilt sich wie Folgt auf:
2-Scharpflug: 16m/24m
3-Scharpflug: 26m/34m
4-Scharpflug: 36m/44m etc.
Zum Üben können auch kleinere Beete ausgemessen werden. Dann ist aber der entsprechende Winkel des Keils neu auszurechnen.

Zu Beginn wird die Spaltfurche gepflügt. Da die Spaltfurche die erste Furche ist und gerade gezogen werden muss, dürfen hierzu drei Stangen zum Ausfluchten zur Hilfe genommen werden. Die Spaltfurche wird nur mit dem letzten Körper des Pfluges gepflügt. Dazu wird der Oberlenker verlängert und der Pflug leicht nach links verkantet. Zur Tiefenregelung wird das Stützrad eingesetzt. Der Furchenbalken wird nach rechts gewendet. Die Spaltfurche soll den Boden auf ganzer Länge durchschneiden.
Nach der Spaltfurche bewerten die Richter diese Spaltfurche. Diese Zeit kann der Pflüger nutzen, um seinen Keil und sein Restbeet auszumessen.
Das Restbeet sollte eine Breite von 8 Fahrten zwischen der Spaltfurche und dem Restbeet haben. (Beispiel: 4-Scharpflug: 4 Schare x 35 cm Schnittbreite eines Schares x 8 Fahrten = 11,20 m) Dieses Restbeet wird ausgefluchtet und mit Hilfe des Pfluges eine Markierungslinie (Furche) gezogen. Diese Markierungslinie ist nur eine Hilfe für das Ein- und Aussetzen des Pfluges am Keil und wird nicht bewertet.
Nachdem die Richter die Spaltfurche bewertet haben und das Pflügen erneut gestartet wurde, folgt das Auspflügen des Beetes. Die erste Fahrt wird wieder vom Startpunkt aus gepflügt. Der Pflug wendet den Boden nach links zurück in die Spaltfurche. Nach 4 Fahrten ist das rechte Ende der eigenen Parzelle erreicht. Jetzt wird in die Furche des linken Nachbarn gewechselt. (Natürlich erst, wenn dieser seine 4. Fahrt vollendet hat.) Sollte die Furche des Nachbarn sehr krumm sein, kann die erste Fahrt zum Ausgleich dienen. Wenn kein Nachbar vorhanden ist, wird die Anschlussfurche selbst gezogen. Das Beet wird bis zum Keil ausgepflügt. Dafür muss der Pflug so eingestellt werden, dass das Scheibensech eine gerade Furchenkante schneidet. Der Boden sollte möglichst um 135° gewendet werden. Der Pflug muss so arbeiten, dass alle Furchendämme gleichmäßig sind und nicht „paarig“ erscheinen. Die Grundvoraussetzung dafür ist, dass der Rahmen des Pfluges parallel zur Ackeroberfläche liegt.
An den Kopffurchen und an der Hilfslinie soll ordentlich ein- und ausgesetzt werden. Dazu wird die Geschwindigkeit herabgesetzt. Die Kopffurchen gehören mit zum Beet und sind zu pflügen. Das bedeutet, dass der Pflug eingesetzt wird, wenn das erste Schar die Kopffurche erreicht hat. Der Pflug wird ausgesetzt, sobald das letzte Schar die Kopffurche erreicht hat. Dabei sollte die letzte Scholle des Bodens nicht mit aus dem Beet herausgeschleppt werden, sondern noch gewendet auf dem Beet bleiben.
Am keil wird genau so weiter gepflügt. Nur die Furchenlängen verkürzen sich stetig entlang der Hilfslinie. Die Besondere Schwierigkeit des Keils ergibt sich bei der Anschlussfurche. Die Anschlussfurche soll gerade und gleichmäßig sein und einen sauberen Übergang zum Restbeet bilden. Neuerdings darf nach den internationalen Richtlinien für das Drehpflügen das erste Schar des Pfluges in der letzten Furche des Keils laufen und die Furche für den Boden des zweiten Schares etwas „glätten“. Das bedeutet, dass am Ende das Restbeet einen Furchendamm weniger haben darf, als 8 Fahrten ergeben würden. (Beim Dreischarpflug wären das 23 statt 24 Furchendämme.) Wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, muss dies natürlich bei der Vermessung des Keils berücksichtigt werden.
Nach der Anschlussfurche muss das Restbeet erneut vermessen werden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Das Beet muss jetzt für die restlichen 7 Fahrten passen. Falls das Beet nicht passt, muss die Schnittbreite des Pfluges sofort angepasst werden.
Die vorletzte Fahrt des Restbeetes kann schon etwas flacher gepflügt werden. Die Schlussfurche muss exakt neben der Spaltfurche erfolgen. Dabei soll kein Bewuchs zwischen der Schlussfurche und der ehemaligen Spaltfurche zu sehen sein. Gleichzeitig soll aber auch nichts von dem Furchenbalken abgeschnitten werden, der sich in der Spaltfurche befindet.
Eine optimale Schlussfurche ist schmal, flach und sauber ausgeräumt. Es darf anschließend nur eine Schlepperspur sichtbar sein.
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