Anleitung für das Beetpflügen

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Beetpflügen
Feldplan für das Beetpflügen
Jedem Pflüger wird ein Beet zugewiesen, dessen Größe sich nach der Anzahl der Schare des Pfluges richtet. Je Pflugschar sollen 1000 m² gepflügt werden. In der Regel ist ein Wettkampfbeet 100 m lang. Die Breite teilt sich wie Folgt auf:
2-Scharpflug: 20 m
3-Scharpflug: 30 m
4-Scharpflug: 40 m etc.
Zum Üben können auch kleinere Beete ausgemessen werden.

Die ersten beiden Fahrten des Pflügens werden als Spaltfurche bezeichnet. Bei der Spaltfurche wird der Boden in beide Richtungen aufgeschlagen. Der Boden wird dabei auf voller Länge durchschnitten. Hinterher wird in die Spaltfurche der Zusammenschlag gelegt. Durch dieses Verfahren wir ein Durchwuchs von Unkraut verhindert.
Image
Rückfahrt bei der Spaltfurche
Auf der Hinfahrt der Spaltfurche arbeitet nur der letzte Körper des Pfluges. Dazu wird der Oberlenker verlängert und der Pflug etwas nach links verkeilt. Die Tiefe kann zusätzlich über das Stützrad reguliert werden. Sollte das Stroh am vorletzten Körper stopfen, kann dieser hochgeklappt werden. Auf der Rückfahrt pflügt der letzte Körper etwas tiefer, als auf der Hinfahrt direkt neben der Furche der Hinfahrt, sodass die Furche zu beiden Seiten geöffnet ist. Bei Zweischarpflügen kann dies auch mit dem vorderen Körper erfolgen. Dabei legt der zweite Körper einen kleinen Furchendamm in die Mitte der Spaltfurche (siehe links). Die Spaltfurche sollte möglichst flach aber durchschnitten sein. Die Spaltfurche wird durch die Richter bewertet.
Nach dem Neustart des Pflügens wird die gespaltene Furche von beiden Seiten wieder zusammengepflügt. Dabei arbeiten alle Körper. Es können nach dem sogenannten Zusammenschlag beim Zweischarpflug 3 oder 4, bei Dreischarpflug 5 oder 6 und beim Vierscharpflug 7 oder 8 Furchendämme sichtbar sein. Die Furchendämme sollen alle gerade und gleichmäßig in der Höhe und Breite sein. Schon hier sollten satte Furchendämme angestrebt werden, die aber nicht zu hoch werden sollen, damit der Zusammenschlag hinterher möglichst wenig aus dem Restbeet heraussticht. In den beiden folgenden Umgängen muss die angestrebte Pflugtiefe erreicht werden.
Nach insgesamt drei Umgängen wechselt der Pflüger an das Beet seines rechten Nachbarn. (Natürlich nur, wenn dieser auch seine drei Umgänge beendet hat.) Sollte der Nachbar eine krumme Furche hinterlassen haben oder das Restbeet zum Nachbarn ist nicht mehr parallel, so kann die erste Anschlussfahrt beim Nachbarn als Ausgleichsfahrt genutzt werden, um alles wieder zu richten.
Das Beet wird jetzt ausgepflügt. Dabei soll der Bewuchs möglichst gut untergebracht werden. Die Furchenbalken sollten um ca. 135° gedreht werden. Alle Furchendämme sollen absolut gleich aussehen und nicht „paarig“ wirken. Das bedeutet, dass man am Ende nicht mehr erkennen soll, welche Furchendämme zu einer Fahrt gehören. Die beste Voraussetzung dafür ist, dass der Rahmen des Pfluges parallel zu Ackeroberfläche liegt.
An den Kopffurchen soll ordentlich ein- und ausgesetzt werden. Dazu wird die Geschwindigkeit herabgesetzt. Die Kopffurchen gehören mit zum Beet und sind zu pflügen. Das bedeutet, dass der Pflug eingesetzt wird, wenn das erste Schar die Kopffurche erreicht hat. Der Pflug wird ausgesetzt, sobald das letzte Schar die Kopffurche erreicht hat. Dabei sollte die letzte Scholle des Bodens nicht mit aus dem Beet herausgeschleppt werden, sondern noch gewendet auf dem Beet bleiben.
Das Beet sollte regelmäßig ausgemessen werden, ob es noch parallel ist und ob das Restbeet mit der eingestellten Schnittbreite des Pfluges ausgepflügt werden kann. Falls etwas nicht stimmt, sollte sofort Abhilfe geschaffen werden und die Schnittbreite angepasst werden.
Image
Richter bewerten die Schlussfurche
Ab dem vorletzten Umgang kann der Pflug etwas flacher arbeiten. Ab der Hinfahrt des letzten Umganges soll der hintere Körper nur noch die halbe Arbeitstiefe haben. Die restliche Breite des Beetes sollte jetzt nur noch die Schnittbreite des Pfluges abzüglich der Schnittbreite des letzten Körpers haben. Der letzte Körper pflügt bei der letzten Fahrt in der Furche mit halber Tiefe aus der Hinfahrt. Dabei kann es schnell dazu kommen, dass der Pflug nach rechts ausbricht. Um das zu verhindern, kann das Scheibensech weiter herunter gelassen werden, um dem Pflug mehr Halt zu geben.
Eine gute Schlussfurche ist flach und schmal. Es soll nicht mehr als eine Schlepperspur auf dem gepflügten Land zu sehen sein.
SEO by Artio