Schleswig-Holsteinische Pflüger vorne dabei
Montag, den 05. Juni 2006 um 23:15 Uhr
Geht nicht, gibt’s nicht! Die besten Pflüger Deutschlands trafen sich am 30. April zum 30. Bundesentscheid im Leistungspflügen in Mecklenburg-Vorpommern, um die Deutschen Meister im Beet- und Drehpflügen zu finden.
Schon 10 Tage vor dem Wettbewerb reiste die Schleswig-Holsteinische Mannschaft mit ihren Maschinen zum Training nach Wöbbelin. Die Pflüger Christian Rönnfeld, Katrin Bening und Derk Westphal, sowie die Betreuer Jürgen Hell und ClausBahlert wollten sich schon rechtzeitig auf die Bodenverhältnisse vor Ort einstellen. Schnell haben die Norddeutschen Pflüger in ihren Probebeeten gezeigt, dass sie zur Spitze des Deutschen Leistungspflügens gehören. „Gerade Furchen, das ist es, was die Richter sehen wollen.“ Das betonten die Betreuer immer wieder. Kleine Krümmungen werden nicht geduldet. Außerdem sind die Unterbringung von Bewuchs, die Einhaltung der vorgegebenen Pflugtiefe und das gleichmäßige Ein- und Aussetzen am Beet Kriterien, die von den Punktrichtern beim Entscheid bewertet werden. Noch war genügend Zeit zum Üben. Geübt wurde aber nicht nur das praktische Pflügen, denn eine theoretische Prüfung gehörte auch zum Wettbewerb. Durch die Prüfung konnten sich die Pflüger schon knapp 10 % der Gesamtpunktzahl sichern. Wer hier versagte, hatte kaum noch eine Chance, vorne dabei zu sein.
Einen Tag vor dem Pflugwettbewerb stand morgens die Theorieprüfung auf dem Programm. Das Lernen der Theoretischen Fragen hat sich gelohnt. Die Schleswig-Holsteiner konnten dadurch auch in diesem Jahr den Grundstein für ein gutes Abschneiden beim Bundesentscheid legen. Nachmittags bekamen alle Teilnehmer die Möglichkeit, direkt auf der Wettbewerbsfläche ein kleines Probebeet zu pflügen, um den Pflug für den Entscheid einzustellen.
Der Wettbewerb am 30. April wurde durch einen Feldgottesdienst eröffnet, bei dem die Pflüger nochmal auf Hilfe von ganz oben hoffen konnten. Im Anschluss fuhren die 40 Teilnehmer in einer Schlepperparade zu ihren 20 x 100 m großen Beeten. Nach dem Startschuss blieb den Pflügern 20 Minuten Zeit, um eine Spaltfurche zu ziehen, die dann von den Richtern bewertet wurde. Nach der Wertungspause wurde der Wettbewerb fortgesetzt. In den darauffolgenden 160 Minuten sollte das Beet unter ständiger Aufsicht durch die Richter ausgepflügt werden. Dabei war Eile geboten, denn bei Zeitüberschreitung gibt es Punktabzug. Derk Westphal machte es sehr spannend. Erst mit dem „Schlusspfiff“ fuhr er aus seiner Schlussfurche. Doch die Anspannung hatte sich gelohnt. Am Ende wurde Derk Westphal aus Kiel vierter Sieger im Beetpflügen. Katrin Bening aus Holzbunge belegte den dritten Rang. Als einziger Drehpflüger aus Schleswig-Holstein wurde Christian Rönnfeld aus Darry zehnter. Für das kleine Bundesland Schleswig-Holstein ist dies ein gutes Ergebnis, dass sich alle Pflüger unter die Top-Ten pflügen konnten.Zu diesem Erfolg trugen natürlich die Trainer Jürgen Hell und Claus Bahlert mit all ihrer Erfahrung einen großen Teil bei.
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